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Wo ist eigentlich Rolf? Rolf arbeitet momentan Remote. Wie das funktioniert, für Rolf und für das Team im Impact Hub beleuchten wir hier.

Seit September ist unser “Finanzminister” Rolf unterwegs und arbeitet remote für den Impact Hub: Aus Mexiko, New York bzw. Boston, Nicaragua und Kuba. Im Dezember macht er einen Zwischenstopp in Bern, danach geht es bis Mitte 2018 weiter. Wieso?

Rolf: Reisen und in fremde Kulturen eintauchen hat mich immer fasziniert. Schon 2009 merkte ich, dass ich eigentlich gut Arbeiten mit Reisen verbinden könnte. Voraussetzung ist eine gute Internetverbindung, die inzwischen fast überall verfügbar ist. Länger an einem Ort zu Leben und Arbeiten bringt einen näher an die dortige Kultur und Gesellschaft. Zudem wird man weniger abgelenkt als am eigenen Arbeitsplatz zu Hause.

Hotspots für diese “Digitale Nomaden” sind Bali, Chiangmai oder auch Lissabon – Orte die durch niedrige Lebenskosten und angenehm warmes Klima bestechen. In der Schweiz ist man noch Exot mit einem solchen Lebensstil, selbst mit Home Office ist man in der Minderheit: nur Rund 20-30% arbeiten mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause. Denn Remote arbeiten funktioniert nicht für jeden und vor allem nicht für jede Aufgabe:

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Routinearbeiten und Projekte funktionieren sehr gut unterwegs. Schwierig wird es mit akuten Problemen, für die eine Lösung gesucht werden muss. Manchmal ist auch die Abstimmung schwierig, aufgrund der verschiedenen Zeitzonen und wegen Netzproblemen. Auf jeden Fall wichtig ist ein gutes, funktionierendes Team zu Hause zu haben.

Remote arbeiten muss man wollen und planen. Die Versuchungen sind gross (Strand, Parties, Ausflüge), sodass man schlimmstenfalls gar nicht mehr zum Arbeiten kommt. Es ist sicher einfacher, solange man keine Kinder oder andere Verpflichtungen hat.

Die Zusammenarbeit mit dem Team ist sicher die grösste Herausforderung. Zwei Wochen vor Rolfs Abflug fing Michel bei uns als Praktikant im Bereich Bookings und Administration an – also ein Job, der sehr eng mit Rolfs Arbeit verknüpft ist. Wie ist das für ihn?

Teambilder_-4Michel: Dass Rolf am anderen Ende der Welt ist, ist für mich kein wirkliches Problem, da viele andere Teammitglieder vor Ort sind und jederzeit helfen können. Hinzu kommt, dass Rolf mir bereits vieles vor seinem Abflug zeigen konnte und mir anderes problemlos mit den geeigneten Kommunikationsmitteln erklärt hat.

Die Arbeit mit Rolf funktioniert grundsätzlich sehr gut, da wir uns regelmässig per Skype oder Team Viewer austauschen. Bei Fragen reicht es oft, wenn er mir per Slack oder Mail antwortet.

Die beiden grössten Probleme sind Verbindungsstörungen und die Zeitverschiebung. Wenn ich Feierabend habe, beginnt Rolfs Arbeitstag erst richtig. Somit bekommen wir manchmal erst am nächsten Tag die Antwort auf unsere Fragen. Und Verbindungsprobleme erschweren einfach die Kommunikation.

Für viele Rollen bei uns im Team wäre Remote arbeiten schlichtweg nicht möglich, zum Beispiel für Alexandra die für das operative Tagesgeschäft und unsere Hubonauten zuständig ist. Wie ist das für sie? Würde sie nicht auch gerne mal remote arbeiten?

Team fuer Homepage-2Alexandra: Einerseits ist es nervig, da ich immer im vor Ort sein muss, oft auch während meiner Pausen. Es ist schwierig meine eigenen Tasks konzentriert zu erledigen, denn es kommt immer etwas dazwischen. Immer ein Auge und Ohr für anderes offen zu haben kostet viel Energie. Dadurch ist meine “To Do” Liste immer lang und nicht schnell machbar, obwohl die Aufgaben an sich nicht schwierig sind sind oder lange dauern. Zum Glück gibt es ab und zu Tage an denen es sehr ruhig ist und ich mich mal irgendwo verkriechen kann.

Andererseits, die zwei Mal als ich remote gearbeitet habe, habe ich mir die ganze Zeit Sorgen gemacht, dass die Arbeit vor Ort nicht gemacht wird oder nicht mit der gleichen Professionalität. Oder noch schlimmer: Dass diejenigen vor Ort überlastet sind. Trotzdem wäre es toll, mal was anderes als die rote Decke des Hubs zu sehen…

So ist Remote-Arbeit immer auch nur durch den Goodwill des Teams möglich:

Rolf: Ich bin sehr dankbar, dass dies durch den Hub möglich ist und danke an dieser Stelle dem ganzen Hub Team.

 

Hast du noch Fragen zur Remote Arbeit? Melde dich bei uns: bern@impacthub.net. Gerne geben wir Tipps & Ratschläge!