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Vom KV im 5-Sterne Hotel zur Hoteldirektorin und heute Partnerin einer Vermögensmanagement Gesellschaft – Nicole Münger ist einen ungewöhnlichen Weg gegangen. Und nicht nur der Weg selbst ist ungewöhnlich – sondern auch wie sie ihn gegangen ist. Mit einem guten Gespür für Menschen hat sich Nicole ihren Weg gebahnt und die richtigen Partner gefunden – allen voran ihren Ehemann und Geschäftspartner Bernhard. Ihr Wissen gibt sie heute an ihr Frauennetzwerk weiter – und auch an uns im Impact Hub:

 

Du und dein Mann Bernhard scheinen ein super Team zu sein. Wo immer ihr seid, geht es beherzt und freudig zu und her. War das schon immer klar, dass ihr zusammen ein Geschäft aufzieht?

Nein, als ich Bernhard kennen lernte, war ich im Hotel Innere Enge und Savoy Bern als Direktorin tätig. Das kantonale Musikfest in Freiburg stand vor dem Aus, und Bernhard wollte dort mit seinem Blasorchester, der Pfarreimusik Wünnewil, zum Abschluss seiner aktiven Dirigentenzeit teilnehmen. Darum wollte er unbedingt, dass es durchgeführt wird (lacht herzlich). Wir haben dabei festgestellt, dass wir uns super gut ergänzen und haben zusammen mit anderen Freunden das Fest für 5’000 Musikerinnen-und Musiker innerhalb von 4 Monaten organisiert und durchgeführt. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass das Tennisturnier in Gstaad vor dem Aus stand und ich habe meinen Onkel unterstützt, um das Turnier zu retten. Das war ein grösseres Projekt, aber nach zwei Jahren war der Fall bereinigt – und ich konnte sehr viel Erfahrungen daraus mitnehmen. Anschliessend hat sich Bernhard zur Gründung der LEGATO, einer unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaft in Bern, entschlossen und ich bin mit eingestiegen.

 

Euer Geschäft gibts bereits seit elf Jahren und ist heute sehr erfolgreich. Wenn du zurückschaust, was würdest du heutigen GründerInnen mit auf den Weg geben?

Dass sie es sich zutrauen – wir haben alle mehr Fähigkeiten und Talente, als wir glauben. Der Schritt ins Unternehmertum ist dann sowieso nochmals eine intensive Schule. Allerdings kommt der Schritt ins Abenteuer Unternehmertum auch mit einer Portion Unsicherheit. Darum ist es wichtig, eine realistische Planung zu machen und sich bezüglich der Zahlen nichts vorzumachen. Und ja: Es ist wichtig, sehr gut zu prüfen, mit wem man sich bindet, ob als Geschäftspartner oder für die Ehe. Ich bin sehr dankbar, dass bei uns beides passt.

 

Du setzt dich auch für Frauen ein. Auf welche Art und Weise machst du das und warum ist dir das wichtig?

Ich habe die LEGATO-Ladies ins Leben gerufen, weil ich viele Frauen kenne, die über kein Netzwerk verfügen. Das hat mich beschäftigt und dagegen wollte ich etwas tun. Ich habe eine Menge Business-Frauennetzwerke gesehen, aber diese sind meist sehr branchenspezifisch und für Frauen im Erwerbsleben. Unsere Ladies haben ganz unterschiedliche Backgrounds. Wir treffen uns zu Lunches, zu Netzwerkveranstaltungen und Input-Sessions. Vor allem unterstützen wir uns gegenseitig!

 

Ihr unterstützt auch den Impact Hub Bern. Warum tut ihr das?

Den Anstoss hat Jürg Schwarzenbach, euer Verwaltungsrat, gegeben. Wir finden es sehr spannend, junge, dynamische Leute kennen zu lernen, zu denen wir in unserem Alltag keinen Zugang hätten. Unsere Branche tickt völlig anders, und es ist erfrischend für uns, ab und zu bei euch zu Gast zu sein. Eure dynamische Szene in Bern haben wir vor unserem Engagement nicht gekannt. Das macht uns Freude und es ist eine Inspiration.

 

LEGATO Vermögensmanagement AG  betreut und berät Privatpersonen, UnternehmerInnen, Stiftungen sowie Pensionskassen bei der Vermögens-Konzeption und -Bewirtschaftung. Als unabhängige Vermögensverwalter sind sie frei von Produktezwang, handeln und denken langfristig und ganzheitlich. Ihr erfolgreicher Anlageprozess basiert auf dem Schutz der Vermögenswerte. Seit ihrer Gründung 2007 verzichten sie konsequent auf jegliche Rückvergütungen (Retrozessionen). Legato unterstützt drei Projekte, die ihnen besonders wichtig sind: die in der Schweiz gemeinnützig tätige Stiftung sostenuto, im kulturellen Bereich die Murten Classics sowie den Impact Hub Bern.

 

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Frederike Asael

Frederike Asael

Co-Founder Impact Hub