Valérie Schelker, Leiterin Personal und Mitglied der Konzernleitung und Amira Heim, Young Talent bei der Schweizerischen Post führten bei unserem Women Empowerment Day vom 17. Juni ein Gespräch, dass Viele bewegt hat. Wir durften ihnen im Nachgang noch weitere brennende Fragen aus der Community stellen.

In welchen Situationen braucht ihr in eurem Alltag besonders viel Mut?

Valérie: Grundsätzlich brauche ich immer dann Mut, wenn ich etwas über Bord werfen muss/musste.

Amira:
Ich brauche immer dann besonders Mut, wenn ich meine Komfortzone verlasse und neue Dinge angehe und ausprobiere. Dies hat sich bisher sehr positiv auf die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln ausgewirkt.

Wie kann ich Frauen in meinem Umfeld konkret unterstützen, damit sie mit ihren Ideen und Anliegen besser gehört werden?

Amira: Jüngeren Arbeitnehmenden möchte ich mit auf den Weg geben, dass Mut, Selbstbewusstsein und Offenheit wichtige Aspekte sind, um sich stets weiterzuentwickeln und insbesondere sichtbarer zu werden. Der Aufbau eines unterstützenden Netzwerks ist hierbei sehr wichtig, damit man mehr Präsenz entwickeln kann. Ich empfehle deshalb jungen Frauen, sich früh ein Netzwerk im eigenen Unternehmen und darüber hinaus aufzubauen – so werden eigene Ideen und Impulse mit Sicherheit besser wahrgenommen.

Valérie: Ich hatte damals, nachdem ich als Trainee bei PostFinance gestartet bin, einen Mentor, der mich ermutigt hat, mich auf eine Führungsposition zu bewerben. Da habe ich gemerkt: Mut und Offenheit werden belohnt. Wenn man nicht fragt oder es nicht versucht, passiert nichts. Frauen müssen gesehen und gegebenenfalls auch unterstützt werden, beispielsweise durch eine*n gute*n Mentor*in und durch Chancen, im Unternehmen visibel zu werden.

Foto: Fabian Gfeller

Was hilft euch in Momenten von (Selbst)zweifel?

Valérie: In Momenten von Selbstzweifel mag ich persönlich die Ansichten von Pipi Langstrumpf. Beispielsweise dieses Zitat hier: «Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe!» Es bringt auf den Punkt, worum es geht: Den Glauben an die eigenen Fähigkeiten und dass nichts per se unmöglich ist.

Amira: Positiv bleiben – das ist meine Devise. Schliesslich soll man auch Fehler machen dürfen und so seine Learnings für nächste Projekte daraus ziehen können.

Reverse Mentoring: was ist das und wie hat euch das weitergebracht?      

Amira: Beim Reverse Mentoring treffen eine Führungsperson und eine junge Person aus dem Konzern aufeinander. Ziel ist es, sich gegenseitig Skills und Wissen weiterzugeben. Ich konnte mich dazu mit Valérie austauschen, von ihr lernen und meine Skills weitergeben. Bei diesem Programm habe ich sicherlich viel Mut und Selbstbewusstsein benötigt, um als Coach für Valérie aufzutreten. Ich habe aber diese Chance gepackt und dabei viel Neues gelernt.

Valérie: Reverse Mentoring fördert das bereichsübergreifende Verstehen, das generationenübergreifende Lernen und den hierarchieübergreifenden Dialog; also den Perspektivenwechsel. Durch und dank Amira habe ich meine Arbeitsweise überdacht und gelernt, wie ich digitale Tools noch besser einsetzen kann.

Foto: Fabian Gfeller

Liebe Valérie und liebe Amira, vielen Dank, dass ihr euch Zeit für diese Fragen genommen habt. Weiterhin alles Gute und stay empowered!

Vom KV im 5-Sterne Hotel zur Hoteldirektorin und heute Partnerin einer Vermögensmanagement Gesellschaft – Nicole Münger ist einen ungewöhnlichen Weg gegangen. Und nicht nur der Weg selbst ist ungewöhnlich – sondern auch wie sie ihn gegangen ist. Mit einem guten Gespür für Menschen hat sich Nicole ihren Weg gebahnt und die richtigen Partner gefunden – allen voran ihren Ehemann und Geschäftspartner Bernhard. Ihr Wissen gibt sie heute an ihr Frauennetzwerk weiter – und auch an uns im Impact Hub:

Du und dein Mann Bernhard scheinen ein super Team zu sein. Wo immer ihr seid, geht es beherzt und freudig zu und her. War das schon immer klar, dass ihr zusammen ein Geschäft aufzieht?

Nein, als ich Bernhard kennen lernte, war ich im Hotel Innere Enge und Savoy Bern als Direktorin tätig. Das kantonale Musikfest in Freiburg stand vor dem Aus, und Bernhard wollte dort mit seinem Blasorchester, der Pfarreimusik Wünnewil, zum Abschluss seiner aktiven Dirigentenzeit teilnehmen. Darum wollte er unbedingt, dass es durchgeführt wird (lacht herzlich). Wir haben dabei festgestellt, dass wir uns super gut ergänzen und haben zusammen mit anderen Freunden das Fest für 5’000 Musikerinnen-und Musiker innerhalb von 4 Monaten organisiert und durchgeführt. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass das Tennisturnier in Gstaad vor dem Aus stand und ich habe meinen Onkel unterstützt, um das Turnier zu retten. Das war ein grösseres Projekt, aber nach zwei Jahren war der Fall bereinigt – und ich konnte sehr viel Erfahrungen daraus mitnehmen. Anschliessend hat sich Bernhard zur Gründung der LEGATO, einer unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaft in Bern, entschlossen und ich bin mit eingestiegen.

Euer Geschäft gibts bereits seit elf Jahren und ist heute sehr erfolgreich. Wenn du zurückschaust, was würdest du heutigen GründerInnen mit auf den Weg geben?

Dass sie es sich zutrauen – wir haben alle mehr Fähigkeiten und Talente, als wir glauben. Der Schritt ins Unternehmertum ist dann sowieso nochmals eine intensive Schule. Allerdings kommt der Schritt ins Abenteuer Unternehmertum auch mit einer Portion Unsicherheit. Darum ist es wichtig, eine realistische Planung zu machen und sich bezüglich der Zahlen nichts vorzumachen. Und ja: Es ist wichtig, sehr gut zu prüfen, mit wem man sich bindet, ob als Geschäftspartner oder für die Ehe. Ich bin sehr dankbar, dass bei uns beides passt.

Du setzt dich auch für Frauen ein. Auf welche Art und Weise machst du das und warum ist dir das wichtig?

Ich habe die LEGATO-Ladies ins Leben gerufen, weil ich viele Frauen kenne, die über kein Netzwerk verfügen. Das hat mich beschäftigt und dagegen wollte ich etwas tun. Ich habe eine Menge Business-Frauennetzwerke gesehen, aber diese sind meist sehr branchenspezifisch und für Frauen im Erwerbsleben. Unsere Ladies haben ganz unterschiedliche Backgrounds. Wir treffen uns zu Lunches, zu Netzwerkveranstaltungen und Input-Sessions. Vor allem unterstützen wir uns gegenseitig!

 

Ihr unterstützt auch den Impact Hub Bern. Warum tut ihr das?

Den Anstoss hat Jürg Schwarzenbach, euer Verwaltungsrat, gegeben. Wir finden es sehr spannend, junge, dynamische Leute kennen zu lernen, zu denen wir in unserem Alltag keinen Zugang hätten. Unsere Branche tickt völlig anders, und es ist erfrischend für uns, ab und zu bei euch zu Gast zu sein. Eure dynamische Szene in Bern haben wir vor unserem Engagement nicht gekannt. Das macht uns Freude und es ist eine Inspiration.

LEGATO Vermögensmanagement AG  betreut und berät Privatpersonen, UnternehmerInnen, Stiftungen sowie Pensionskassen bei der Vermögens-Konzeption und -Bewirtschaftung. Als unabhängige Vermögensverwalter sind sie frei von Produktezwang, handeln und denken langfristig und ganzheitlich. Ihr erfolgreicher Anlageprozess basiert auf dem Schutz der Vermögenswerte. Seit ihrer Gründung 2007 verzichten sie konsequent auf jegliche Rückvergütungen (Retrozessionen). Legato unterstützt drei Projekte, die ihnen besonders wichtig sind: die in der Schweiz gemeinnützig tätige Stiftung sostenuto, im kulturellen Bereich die Murten Classics sowie den Impact Hub Bern.

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Was gibt es schöneres als bei schlechtem Herbst-/Winterwetter drinnen an der Wärme zu sitzen und eine warme Schokolade zu trinken? Ein Buch darf dabei aber nicht fehlen! Wir haben in unserem Team nachgefragt, was sie uns empfehlen würden. Von Belletristik über Sach- bis zu Kochbüchern; es hat für alle etwas dabei.

Rolf Arni

«GTD – Getting Things Done» von David Allen

Warum lesen? Ein neuer Weg seine Tasks in den Griff zu kriegen.

«Der Koch» von Martin Suter

Warum lesen? Macht Hunger.

Michel Reymond

«Origin» von Dan Brown

Typisch Dan Brown, ein super recherchiertes Buch, welches sich mit Technik, Religion und unserem Ursprung befasst. Eine Empfehlung für jede Person die ein Faible für Verschwörungstheorien und unerwartete Wendungen hat.

Nino Müller

«How to Win Friends and Influence People» von Dale Carnegie

Eines der besten Bücher über die Beziehungen der Menschen. Voller Einsichten und nützlicher Tipps, um im Umgang mit anderen erfolgreich zu sein. Das Buch beschreibt keine “Rocket Science” und bringt nicht wirklich Neuigkeiten an den Tag, sondern hilft dabei die Achtsamkeit auf die wichtigen Nuancen von zwischenmenschlichen Beziehungen zu erhöhen. Man kann es immer mal wieder lesen!

Miriam Gantert

«Thinking Fast and Slow» von Daniel Kahnemann

Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem und fühle mich inzwischen ein bisschen missionarisch… Wieso? Dieses Buch zeigt auf wie irrational, subjektiv und unlogisch wir denken und handeln und wie scheinbar triviale Dinge unsere Entscheidungen beeinflussen. Deswegen: Lesen und sich danach selbst in Frage stellen!

«The Bees» von Lalline Paull

Nimm «1984» und «Brave New World», verlege es in einen Bienenstock und erzähle es aus der Sicht einer Biene. Dieses Buch hat mich absolut fasziniert und irgendwie auch verstört… Ich wurde auf jeden Fall ab Seite 1 so hineingezogen, dass ich es kaum weglegen konnte. Und danach wochenlang keinen Honig mehr essen wollte.

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Frederike Asael

«The Big Magic» von Elizabeth Gilbert

Super, um den Zugang zur eigenen Kreativität wieder zu finden und viel zu schmunzeln. Dafür muss man nicht “Künstler” sein, sondern läss für jedermann_frau.

«Wie wollen wir leben?» von Peter Bieri

Ein kleines, feines, gehaltvolles und gut lesbares Buch über wichtige Fragen des Lebens.

«Deliciously Ella für jeden Tag» von Ella Woodward

Kochen und Backen mit einfachen Rezepten und spannenden Kreationen, die gelingen und richtig Spass machen. Sommerfeeling!

Florian Wüstholz

«Sapiens: A Brief History of Humankind» von Yuval Noah Harari

Wolltest du schon immer wissen, wo wir herkommen und was unsere Vorfahren in den letzten paar tausend Jahren so erlebt haben? Harari nimmt uns in seinem zügig geschriebenen Bestseller auf eine Reise in die menschliche Vergangenheit und zeigt uns, wo wir richtig und wo wir vielleicht falsch abgebogen sind.
Follow Up: Jared Diamond: «Guns, Germs, and Steel»

«When Breath Becomes Air» von Paul Kalanithi

Bei diesem Buch besser die Nastücher bereitstellen. Kalanithi erzählt in einer unglaublich intimen Autobiografie, wie ein Leben das auf der Erfolgsautobahn verlief durch eine erschütternde Diagnose ins Schleudern kommt. Und es liefert uns einen Einblick in die Innenwelt eines Arztes, der plötzlich selbst zum Patienten wird.

Andrea Allemann

Statt einem Buch empfehle ich mal wieder eine richtig dicke (Wochen)zeitung zu kaufen und die von A bis Z durchzulesen. z.B. «die Zeit», «Le monde diplomatique» oder «The Observer». Und dabei, wenn möglich, auch den Sektionen die man normalerweise überspringt mal eine Chance geben.

Wer jetzt alle diese Bücher schon gelesen hat, dem empfehlen wir einen Blick in unser Impact Hub Bücherregal zu werfen. Eventuell findet sich ja hier noch etwas neues!

Jürg, im Sommer vor 45 Jahren wurdest von deinem Lehrmeister Jürgeli genannt und hast grad deine Lehre als Stromer begonnen. Heute bist du ein erfolgreicher Unternehmer und Business Angel, und sitzt in über zehn Verwaltungsräten von KMU, Stiftungen und Institutionen.

 

Wenn du dich zu zurück erinnerst, was war das Wesentliche auf diesem Weg?

Jürg Schwarzenbach: Ich hab früh gemerkt, dass ich eine grosse Leidenschaft dafür habe, Menschen und Dinge weiterzubringen. Das treibt mich an. Allerdings muss das auch im Einklang stehen mit mir selbst und meinen eigenen Werten. Mir geht es nicht um die permanente Optimierung von allem und jedem um die Zitrone um jeden Preis auszupressen. Es geht immer um Menschen.

 

Was sind denn die wichtigsten Dinge, die du auf deinem bisherigen Weg gelernt hast?

JS: Zunächst hat mich mal mein Lehrmeister beeinflusst. Der war immer sehr konsequent, und das Chrampfe hab ich dort gelernt. Er begann stets um sieben Uhr morgens, keine Minute danach. Heute ist auch mir Unpünktlichkeit auch sehr unsympathisch. Sein Wort war verlässlich und das hat er von mir auch gefordert. Für mich gilt ein Handschlag. Viele meiner Geschäfte habe ich per Handschlag abgeschlossen, nicht mit einem ausgeklügelten Vertrag.

Ausserdem kann ich nur empfehlen, dir genau zu überlegen, mit wem du dich zusammen tust! Ein paar Jahre nach der Lehre habe ich meinen späteren Geschäftspartner Dänu Bühlmann kennen gelernt. Unsere Beziehung war geprägt von gegenseitigem Respekt, ähnlichen Wertemodellen und dem Wunsch, einander weiterzubringen. Was nicht heisst, dass wir uns nicht auf de Gring gegeben haben.

Und schliesslich – Humor gehört dazu! das Leben ist ernst genug. Ich bin ein sehr positiver Mensch, das hat mir noch nie geschadet. Ich gehe immer von der Unschuldsvermutung aus und davon, dass mein Gegenüber gute Absichten hat. Und in neun von zehn Fällen werde ich dafür belohnt.

 

Du bist ja auch massgeblich daran beteiligt*, dass der Impact Hub Bern zustande gekommen ist. Wie kam das?

JS: Bei der InnoBe hatten wir der Gründerzentrum, das war vor 20 Jahren ein erfolgreiches Model, durch die zunehmende Mobilität und die Digitalisierung war das nicht mehr gefragt. Am Startup Weekend 2015 kam ich mit zwei der sechs späteren Gründer vom Impact Hub Bern ins Gespräch. Ich merkte: Die waren eine neue Generation, hatten Pfupf und wollten etwas reissen. Der Zeitpunkt passte, und da wollte ich einen Beitrag leisten. Für die Leute, für die Stadt, für mich, und ich hatte die Gnade, das Projekt zu unterstützen (schmunzelt). Später hab ich euch sechs GründerInnen dann auch immer wieder ermuntert, wenn ihr gezaudert habt, weil euch diese Beträge schon schaurig gross vorkamen.

 

Wie ist das für euch heute, wenn du in den Impact Hub kommst?

Es ist für mich ein Daheim. Allein schon die Räumlichkeiten sind so schön, da fühle ich mich wohl. Es herrscht ein gemütlicher, guter Geist. Und schlussendlich gehts um die Menschen. Und ihr und die Member seid toll.

 

Und was sagst du deinen Bekannten aus KMU, warum sie mal vorbei kommen sollen?

Auch Firmen, die auf Kurs sind, sollten im Impact Hub mal ein Meeting machen, einen Event besuchen, oder einen Event hier organisieren. Ich erkläre ihnen auch immer: Es ist keine Gut-Mensch-Geschichte, sondern hier bekommt man auch einen konkreten Gegenwert.

 

Jürg Schwarzenbach, FH in Elektrotechnik, während dem Studium die erste Firma “Elektroservice”  mit einem BFH Kollegen gegründet, und mit ihm später das Audio Video Fachgeschäfts DELEC AG übernommen. Ausbau der Firma auf 220 Mitarbeitende, im 2005  Verkauf. 2003 Wahl in den Verwaltungsrat der Axept AG Glattbrugg, später United Securiy Providers AG, Edorex AG und andere. Heute über 20 Firmenbeteiligungen und über 10 Verwaltungsrats und Stiftungsratsmandate.

 

*Unter anderem auch Verwaltungsrat im Impact Hub Bern. Jürg Schwarzenbach ermunterte die späteren Co-Founder dazu, gross zu denken und war vom ersten Moment an massgeblich beteiligt. Er steht dem Team mit seinem Netzwerk und reichen Erfahrungsschatz tatkräftig zur Seite.

 

Impact Hub Global Member Survey 2017

 

Every year we ask our members to fill out the Impact Hub Global Member Survey. We beg, we plead, we bribe, we do everything we can to ask as many of them to answer a never-ending string of questions. Why do we do this? Why is it important? Does it even matter?

The Global Member Survey is drafted and executed by Impact Hub Global to measure the impact that the Hub network has on the world and to see whether we (the global network as well as the individual hubs) are on the right track.

So, what did we learn about the global Impact Hub network?

Member Impact

An Impact Hub is nothing without its members, and enabling them to do good in (and for) the world is what keeps us going. Which is why it pleases us to see that 86% tackle social and environmental issues with their activities. 58% even focus on impact first, meaning that they value social and environmental returns over financial returns. There are many different ways to create an impact, the top 5 approaches of our member are: to enable, to do social business, to educate, to transform organizations from the inside and to influence public opinion.

Impact Hub Global Member Survey

Global Impact Hubs’ Impact / Contribution

During 2017 members advanced their entrepreneurial journey significantly. 58% of respondents’ enterprises grew to a next stage. From intention formation to idea development, to start-up initiative, to running operations or to the scaling phase. Enterprises in the scaling phase almost tripled compared to 2017.

With 64% of all respondents reporting that Impact Hub helps them be more productive, the network has a visible effect on their work. Overall 8793 hours of peer support was delivered by the community and 7794 new opportunities for creating a new commercial or social venture were identified thanks to Impact Hub memberships.

Impact Hub Global Member Survey

Impact Hub Global Support

Creating a feeling of community and making our members feel part of a larger community and network is one of our members’ key interest, and the Impact Hubs are doing a great job at making them feel this way. The Hubs also rate highly on providing access to a better working infrastructure and motivating members to do better. Creating visibility for members and helping them gain visibility and credibility are also two of the area where the community relies on the Impact Hubs.

Room for improvement

While the Hubs provide excellent support in some fields, there are also fields where we could improve. Obtaining financial and capital investments as well as generating revenue are (of course!) important for IH Global Members, however, support from the Hubs on these issues could be better.  It could be argued (from our own personal experience), that startups have pretty high expectations here and finding investments is the core issue of every new project. Surprisingly the Hub also lacks support with expanding into new geographic areas, with a presence (almost) all over the world, this is something we should work on. Finding and retaining good staff and evaluating the impact of one’s own activities are also areas where we, as a network, should put more focus on. Which is why – to close the circle – we thank you for answering the many questions on the Impact Survey!

 

In a couple of weeks, we will publish some more results, focussing on Bern
Global impact Report

Impact Journalism Day

Last week, Impact Journalism Day took place for the 6th time. Over 50 newspapers, TV & Radio Channels and blogs participated by writing and publishing stories about people and projects that are changing the world in a positive way. For once journalists focused on highlighting the positive side of life, portraying people that want to be the solution rather than the problem. Impact Journalism day was started by Sparknews, a French NGO which collaborated with several Impact Hubs for this special day.

impact Journalism Day

In Switzerland, the Tagesanzeiger published a special dossier on the occasion featuring stories about women writing to obtain more rights in Afghanistan, menstruation cups as developmental aids in remote areas and a waste disposal driver collecting unused books in order to distribute them to libraries all over Colombia, amongst others.

 

Swiss TV station SRF dedicated their news program «10 vor 10» to the subject, focusing mainly on Swiss innovators. Here some examples: Gianmarco Marinello who trains former street children as tourist guides in Nairobi, or Agrarpiloten from Hellsau who fight pests by placing their natural enemies in the fields with the help of drones. A special focus was put on circular economy, featuring Recircle and Ässbar from Bern, and the Swisscom project Mobile Aid. All stories featured in the program were submitted by the audience.

Impact Journalism Day 10 vor 10

 

La Tribune de Genève and 24 Heures have also published a dossier for Impact Journalism day featuring stories about a school in Paraguay teaching self-esteem and entrepreneurship or Services Industriels de Genève (SIG), a company from Geneva who started a project called EquiLibre, which is prioritizing employee happiness.  

Not only media from Switzerland participated, the Indian The Hindu featured stories from edible spoons to yoga for prisoners, The Irish Times featured a story on The Cup for the People, a more sustainable alternative to the FIFA World Cup, also taking place in Russia. Even AJ+ famous for its short and educational news videos on facebook created a video about a shower bus for homeless people in San Francisco.

 

To find out more and to read all stories, visit the Impact Journalism Website. www.impactjournalism.com

If you have a project that you feel should have been featured in this year’s Impact Journalism Day you can tell Sparknews about it: http://www.tellsparknews.com/project

Impact Journalism Day Media

Angefangen hat alles mit Thoma Vogts Grossmutter und einem gemeinsam verbrachten Nachmittag: “Ich wollte ihr meine VR Brille zeigen, wusste aber nicht, was ihr bei einem Spiel gefallen könnte. Da hab ich ein Datenblatt erstellt, eine Matrix, und so haben wir es herausgefunden. Obwohl sie gar nicht hätte sagen können, was ihr wichtig ist. Das fand ich cool. Anschliessend hab ich angefangen, diese Vorgehensweise auch auf andere Themen anzuwenden.” Herausgekommen ist dabei die Idee von ValUBot, einem unabhängigen Vergleichsservice für Finanzprodukte. Der Benutzer wird dort durch eine Reihe von Fragen geführt, die herausfiltern, was ihm zum Beispiel bei einer Kreditkarte, Sparkonto oder einem anderen Bankprodukt wichtig ist. Thomas und seine drei Kollegen können dann die Daten auswerten und den Kunden Empfehlungen geben, welches Produkt am besten zu ihren Bedürfnissen passt. Dass sich ValUBot um den Finanzsektor dreht, ist kein Zufall. Der studierte Finance and Banking-Fachmann ist ganz in seinem Element. Aber kann hier auch seinen Wunsch ausleben, die Welt für alle ein klein wenig zugänglicher zu machen .

“Eigentlich kam das mit ValUBot ganz unerwartet. Mir ging es seit einiger Zeit nicht gut und ich war nicht glücklich. Zu der Zeit fühlte es sich an wie ein tiefes, dunkles Loch. Es war ein grosser Zufall, dass ich mich doch noch dazu aufraffen konnte, zum Fintech Startup Weekend (2016) zu gehen.” Dort entwickelte Thomas mit einem bunt gemischten Team über ein Wochenende die Idee von ValUBot weiter, und gewann schliesslich den Hauptpreis der aussichtsreichen Idee. “Das hat mir richtig Aufwind gegeben und mein Leben nachhaltig verändert”, ist er überzeugt.

Für Thomas waren danach zwei Dinge klar: Man braucht Menschen, die an einen glauben. Und: Gemeinsam ist man stärker. Zwei Ideen setzte er im Anschluss sogleich in die Tat um. Einerseits ermöglichte er anderen innovativen jungen Menschen, sich international am Worldwebforum zu vernetzen und damit ihre Innovationskraft zu fördern. Andererseits gründete er BElieve in YOUrself, das er zu einer Plattform weiterentwickeln will, auf der man Gleichgesinnte findet, die sich mit einem für Startup-Projekte engagieren. Und ja: Thomas hat wieder eine Menge Mut geschöpft und schaut positiv auf sein Leben.

Die junge Firma Break the Box berät Unternehmen, die neue Projekte oder Produkte entwickeln wollen. Brigitte Hulliger und Oli Schmid bewegen sich in verschiedenen Branchen, in welchen die Digitalisierung gerade erst startet oder bereits DAS Thema ist. Derzeit sind die vor allem im Transportwesen, Telekommunikation, oder der Administration. Für diese Firmen ist die Digitalisierung DAS Thema.

Digitalisierung ist in aller Munde, was fällt euch in eurem Daily Business dazu auf?
Oli: Wir merken, dass Kunden oftmals unbedingt eine spezifische IT-Lösung wollen, “weil man sie heutzutage braucht”. Diese Firmen haben sich noch etwas wenig damit beschäftigt, ob ein solches Produkt in ihrem Fall wirklich Sinn macht und welche ganz konkreten Auswirkungen  die Umsetzung  hat. Also: zunächst muss das “Warum” geklärt werden.

Brigitte, wie macht ihr das denn genau?
Wir machen ganz klassisch eine Bedarfsanalyse, gehen dann bald ins Prototyping über. Die Prototypen visualisieren wir. Da die Projekte meist komplexe Anforderungen und Auswirkungen haben, hilft es, bereits Ideen und Konzepte visuell darzustellen: Mit Bildern lassen sich Aussagen für jedermann verständlich auf den Punkt bringen. Ich kann Zusammenhänge visualisieren, die mit Worten nur schwer nachvollziehbar sind.

 

PitchPoster_BreakTheBox(1)

Und was ist daran das Besondere, Oli?
Es hilft, alle Beteiligten auf Augenhöhe zu bringen. Alle können sehen, worum es geht. Auf diese Weise können sowohl IT-ler als auch die Fachleute aus anderen Abteilungen miteinander diskutieren, welche Funktionen es wirklich braucht. Man redet nicht mehr aneinander vorbei. Das geht aus unserer Sicht Hand in Hand: Zuerst das “Warum” klären und sicherstellen, dass alle vom Gleichen reden, und erst dann funktionale und interaktive Prototypen herstellen, die technische Machbarkeit prüfen und mit Stakeholdern und potentiellen Endbenutzer die Akzeptanz testen.

Wie ist euer junges Unternehmen entstanden und wo steht ihr heute?
Oli: Wir haben zusammen bei Puzzle gearbeitet, und wollten uns schon damals selbstständig machen. Brigitte ist dann ins Requirement Engineering, also die Bedarfsanalyse eingestiegen und ich in die Beratung. Irgendwann ist der Zeitpunkt für uns gekommen. Als Break the Box gibts es uns erst seit Juli 2016, wir haben jedoch bereits einige Aufträge an Land gezogen und sind zur Zeit gut ausgelastet. Es läuft rund bei uns.

www.breakthebox.ch

Mirjam Walser und Seraina Soldner haben sich ihren Wunsch nach einer sinnhaften Tätigkeit erfüllt: Die beiden Jungunternehmerinnen starten im Herbst ihre 6-monatige SINGA Factory für Flüchtlinge, die ein Unternehmen im Tech-Bereich gründen möchten. Doch alles von Anfang an.

Bei der Huberöffnung im Herbst traf ich Mirjam zum ersten Mal. Bei einem Bier erzählte sie mir, dass sie ihren sicheren, gut bezahlten Job gekündigt habe, weil sie sich mit einer eigenen Idee selbstständig machen wollte. Ihre Vorstellung war noch etwas vage, doch das änderte sich kurz darauf.

Zur gleichen Zeit knüpfte Seraina in Genf Kontakte mit Gründern der Organisation SINGA aus Frankreich und Deutschland, welche Flüchtlinge und Einheimische durch eine Vielfalt an innovativen Projekten miteinander verbindet. Nach einem intensiven Austausch den Gründern wurde klar, dass Seraina SINGA in der Schweiz mit aufbauen wollte. Über eine persönliche Empfehlung fand sie kurz darauf die perfekte Mitstreiterin in Bern, Mirjam. Zusammen entwickelten sie die Idee, ein Startup Programm für Geflüchtete, die SINGA Factory, auf die Beine zu stellen.

Die SINGA Factory bietet den Teilnehmenden, den SINGApreneurs, wöchentlich ein bis zwei Workshops zu geschäftsrelevanten Themen wie Business Modelle, Finanzierung, Marketing sowie Design Thinking und rechtliche Aspekte der Unternehmensgründung. Neben den Workshops coworken sie gemeinsam und werden zudem eins zu eins begleitet von Mentor*innen und Coaches. Ziel ist es, sie unternehmerisch fit zu machen, um im Anschluss  erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten. Die SINGA Factory wird von Engagement Migros unterstützt und ermöglicht dadurch den Aufbau eines nachhaltigen Programms.

Was motiviert die beiden, sich so stark zu engagieren für diese Sache? Mirjam und Seraina sehen SINGA in erster Linie als Brücke, um Menschen mit verschiedenen Hintergründen zusammenzubringen um  gemeinsame Projekte zu lancieren. Seraina präzisiert: “Für mich ist es wichtig, mich für die Chancengleichheit einzusetzen. Dabei ist es zentral, dass sich Menschen auf Augenhöhe begegnen können, um gemeinsame Unternehmungen zu starten, die sie befähigen, ihr Potential auszuschöpfen.” Für Mirjam geht es auch um die Art, wie man handelt: “Ich bin überzeugt vom Konzept Social Entrepreneurship, also mithilfe eines Geschäftsmodells eine reale gesellschaftliche, ökologische oder soziale Herausforderung zu lösen.”

Die Frauen haben grosse Pläne. Zweimal im Jahr soll eine SINGA Factory stattfinden, nach Zürich hoffentlich auch in Bern und Genf. Ein temporäres Büro und einen Durchführungsort für ihre Factory haben sie auf alle Fälle bereits gefunden. Die jeweiligen Impact Hubs bieten ihnen liebend gerne ein Zuhause.

Daniela, was machst du hier im Impact Hub?
Ich unterstütze den Aufbau der YODEL-Stiftung hier in der Schweiz. Wir sind Teil des globalen Netzwerkes GCCA (Global Cleantech Cluster Association), welches sich von über 50 Standorten weltweit für die Entwicklung neuer, sauberer und ressourcenschonender Verfahren, Produkte und Dienstleistungen einsetzt.

Und wie macht ihr das genau?
Wir bewirtschaften beispielsweise eine Plattform, auf der grosse Unternehmen ihre Herausforderungen schildern können sowie Aufträge ausschreiben können. Die Ausschreibungen sind global und es können sich Startups und KMUs aus der ganzen Welt darauf bewerben. Wenn also ein chinesischer Hersteller von Computerteilen eine umweltfreundlichere Methode zur Herstellung seiner Produkte finden möchte, findet vielleicht ein Schweizer Startup die passende Lösung. Dahinter steckt Open Innovation, also die bewusste Öffnung des Innovationsprozesses. Wir glauben fest daran, dass wir die aktuellen Herausforderungen der Welt nur lösen können, wenn Wissen geteilt wird, und nicht gehortet.

Was fasziniert dich an deiner Arbeit?
Die Vielseitigkeit ist äusserst spannend. Unser Gründer Christian sitzt mehrheitlich in den USA, Maurice arbeitet von Basel aus und ich im Impact Hub in Bern. Ich mache hier eine Menge Aufbauarbeit, baue unser Netzwerk in der Schweiz aus und spreche mit entsprechend vielen Menschen. Gleichzeitig entwickle ich Konzepte, und setze unseren Social Media-Auftritt auf. Das Ganze erfordert viel Selbstdisziplin und Eigeninitiative. Da ist es gut zu wissen, dass im Impact Hub noch andere coworken, die kein Team vor Ort haben.

Wie bist du in deinen jungen Jahren an diese spannende Stelle gekommen?
Cleantech-Themen haben mich schon lange interessiert, darum hab ich meine Masterarbeit in BWL zu unserem GCCA-Netzwerk geschrieben. Ich hatte damals Glück und wurde angefragt, die YODEL Foundation voranzutreiben. Das ist ideal, denn ich habe viel Gestaltungsfreiraum und kann auch meine privaten Interessen verbinden. Ich bin nämlich ein riesengrosser China-Fan und lerne die Sprache. Ich bin schon fast auf dem Sprung nach Shanghai, um dort wichtige Kontakte für unsere Stiftung zu knüpfen.