Von 20 Projekten haben es fünf Ideen ins grosse LIA Finale geschafft: Dort überzeugte das Projekt von Jonas Urwyler und seinen beiden Brüdern Samuel & Damian Urwyler die Jury und setzte sich am Ende als LIA-Sieger durch.

Capt’n Greenfin’s Vision vom plastikfreien Fischköder und nachhaltigem Fischen präsentierte Jonas glaubwürdig und mit spürbarem Engagement der Award-Jury. Doch was steckt hinter diesem Brüder-Unterfangen? Was hat die Teilnahme beim Hub-Förderprogramm LIA bisher gebracht? Und: Was ist eigentlich das Faszinierende beim Fischen? Wir haben Jonas auf dem Murtensee getroffen und ihm diese und weitere Fragen gestellt. Die Geschichte hinter Capt’n Greenfin, im Gespräch mit Jonas Urwyler.

 

Damian (links) und Jonas (am Steuer) gewähren uns einen Einblick in ihren Capt’n-Greenfin-Alltag, hier auf dem Murtensee unterwegs. fotos by noreen illi

 

In dieser grossen, weiten Fischerwelt – was bietet das frischgegründete Unternehmen Capt’n Greenfin den interessierten Fischerinnen und Fischern Neues an?

Wir bieten die erste echte nachhaltige Alternative zu den Plastikködern an. Wir haben ein neues Material entwickelt, um vollkommen auf Plastik zu verzichten. Ich denke, es ist ein Produkt, dass noch für viel Aufmerksamkeit sorgen wird – besonders bei den Fischern, denen es am Herzen liegt, unsere Gewässer nicht weiter zu verschmutzen. Begonnen hat ja alles, dass wir für uns selber eine Alternative wollten. Besonders, als uns bewusst wurde, dass wir selber bereits rund 1’500 Köder im Murtensee versenkt hatten.

Fischen als Leidenschaft: Wieso hast du mit dem Fischen überhaupt angefangen und nie wieder aufgehört?

Angefangen haben wir, weil wir drei Brüder sind, die am See aufgewachsen sind. Der älteste begann und so gingen wir mit. Bald mal fingen wir die ersten Fische – ein grossartiges Erfolgserlebnis. Man kann sich mit verschiedenen Fischer-Techniken weiterentwickeln. Mittlerweile ist das Fischen auch ein schöner Ausgleich zum Arbeitsalltag, auf dem See abschalten, Natur & Ruhe geniessen und ab und zu etwas fangen.

 

Capt’n Greenfin präsentiert: Ihre plastikfreien Fischköder aus ihrer Produktion.

 

Von links nach rechts: Jonas und Damian besprechen die Entwicklung der Fischköder.

 

Weg von der Gegenwart, wie sieht die Zukunft aus? Was wäre die Traumdestination von Capt’n Greenfin, wo man mal ankommen möchte?

Das grosse Potential sehen wir darin, dass Fischer mehrheitlich umweltbewusst sind. Da gibt es noch viel Raum, um Innovation reinzubringen. Praktisch jede Köderart lässt sich nachhaltiger gestalten, ebenso lokaler produzieren. Und es gibt noch nicht wirklich einen Platzhirschen, der die Nachhaltigkeits-Fischernische dominiert. Unsere Vision ist es also, mit Capt’n Greenfin die nachhaltige Fischermarke der Fischer zu werden.

 

Strahlende Gewinner des Lean Innovation Awards 2021: Jonas und Damian präsentieren die erste Verpackungs-Ausgabe ihres neuen Fischköders.

 

Im Impact Hub Bern haben wir dich als Teilnehmer unseres Förderprogramms Lean Innovation Award LIA kennengelernt, bevor es Capt’n Greenfin überhaupt gab. Damals: Wieso hast du dich bei LIA angemeldet?

Ich habe mich angemeldet, weil ich mich fokussierter mit dem Projekt auseinandersetzen wollte. Damals war es einfach eine Idee mit ein paar Prototypen und Material-Tests, aber es war alles noch nicht sehr gut – mein Bruder Damian, jetziger Geschäftspartner und Mitgründer, glaubte noch nicht an die Umsetzung -, man konnte damit auch nicht wirklich gut fischen. Ich wollte es mal konkreter anschauen, denn das Potential schien mir riesig. Ebenso sah ich in LIA die Möglichkeit, ein Netzwerk in Bern aufzubauen und konkret an der Idee zu arbeiten. 

 

Beim Förderprogramm LIA ist der Austausch unter den Teilnehmenden ein grosser Teil der Weiterentwicklung des eigenen Projekts. lia fotos by fabian gfeller

 

Bei LIA bekommt man an mehreren Abenden nützliches Wissen, tauscht sich mit anderen Startups über andere Projekten aus, mit Leuten, die an ähnlicher Stelle mit ähnlichen Problemen unterwegs sind. Dabei bekommt man auch mal Feedback von Personen außerhalb des Familien- und Freundeskreises, was sehr wertvoll ist und Augen öffnen kann. Innerhalb von kurzer Zeit kann man also gut prüfen und lernen, ob man das Projekt weitermachen möchte oder nicht.

Rückblick, was würdest du sagen: Was ist dir von LIA am meisten geblieben?

Es hat mich vor allem sehr motiviert. Wir von Capt’n Greenfin hatten das Glück, dass wir einen sehr einfachen Business Case hatten, den viele auf Anhieb verstanden haben. Und wir haben sehr schnell und sehr gutes Feedback bekommen. Diese Rückmeldungen sind besonders wichtig, wenn man nebenbei 100% arbeitet. Solche Motivationsschübe sind sehr willkommen, um etwa abends weiter an der Idee dranzubleiben.

 

Von links nach rechts – die fünf Finalisten: Zeinap «Ina» Serage mit Recycle Design Bern; Anita Jetzer mit Breath Atelier; Claudio Henri mit Breiby Bern; Jonas Urwyler mit Capt’n Greenfin (ehem. FishUp) und Rohitashva Joshi mit Jaipur Handblock Print.

 

Gutes Feedback, Motivation, Fokus, Wissen – das hat euch der Lean Innovation Award geboten – sonst noch was?

Wir sind durch LIA sehr interessanten Leute begegnet. Auch dieses Gespräch und dieser Blogpost ist ja durch LIA entstanden (schmunzelt). Solche Programme wie LIA können Türen öffnen, man weiss nie, wem man begegnet, wer deine Idee cool findet und dir dann weiterhilft.  Und am Anfang weiss man oft nicht, wo man anklopfen soll. Und dort hat uns der Impact Hub Bern mit seinem Förderprogramm LIA sicherlich sehr geholfen, uns zu zeigen, wo man Unterstützung abholen kann.

 

Das Förderprogramm LIA ist eines von vielen Angeboten des Impact Hub Bern.

 

Wem würdest du persönlich LIA also empfehlen?

Eigentlich fast allen, die ein konkretes Projekt oder eine Idee haben, die sie validieren möchten – oder allen, die in die Gründungs-Richtung gehen möchten, aber noch nicht sicher sind. Auch Leute, die gerne im Startup-Bereich arbeiten möchten, um mit Gleichgesinnten etwas zu starten. Am Anfang ist ja vieles einfach Ärmel hochkrempeln und loslegen – darum: LIA ist für alle, die eine Idee im Kopf herumschwirren haben und sich sagen, ich würde es bereuen, wenn ich dies nicht mal probieren würde. 

Wie geht ihr allgemein mit Unterstützung um? Holt ihr euch die oft oder wie sieht das bei Capt’n Greenfin aus?

Seit mein Bruder Damian auch voll mit dabei ist, ergänzen wir uns beide bestens mit verschiedenen Themen & Skills. Er ist beim Digital Marketing voll in seinem Element, auch sein Händchen & Liebe zum Detail ist super. Wichtig ist vor allem, sich schnell zu entscheiden, ob man sich neue Skills aneignen soll oder es sich lohnt, externe Unterstützung zu suchen. Als Beispiel: Bei der Erstellung der Webseite haben wir uns lange überlegt, es selber zu machen – wir hatten auch bereits einen Shop installiert. Aber wir haben dann gemerkt, dass es zu zeitintensiv für uns wird, die Webseite wie gewünscht hinzubekommen.

Zum Glück habt ihr bei LIA sogar für dieses Problem die richtige Person gefunden.

Ja! Glücklicherweise haben wir bei LIA mit Greg jemanden getroffen, der genau das macht und nachhaltige Projekte unterstützen möchte. Er machte nun ebenfalls unser Greenfin-Logo und noch mehr – hier ergibt diese Unterstützung sehr viel Sinn. Es sollte einem auch nie zu schade sein, offen zu sagen, wo man Unterstützung braucht. Wir hatten bisher einige Personen, die uns freiwillig helfen wollten, weil sie das Projekt cool finden und Freude hatten, an diesem Startup ein Stück beizutragen. Wir hoffen natürlich auch immer, etwas zurückgeben zu können.

 

2. von links: Sandra Macaluso und Greg Zagkos hier als LIA-Teilnehmer, jetzt ist Greg in Zusammenarbeit mit mehreren LIA-Projekten aktiv.

 

Zurück zu eurem liebsten Thema: Was sollte man übers Fischen unbedingt wissen?

Fischen ist nicht gleich Fischen. Es gibt sehr viele verschiedene Fischereimethoden, auf jedem Gewässer gelten andere Regeln. Und grundsätzlich: Es gibt nicht nur das klassische Fischen, wie oft in Filmen zu sehen ist: Zapfen raushängen, Wurm dran und abwarten. Sondern es haben sich hunderte von Techniken entwickelt, jeder Fisch wird anders gefischt. Das macht das Fischen so spannend.

 

Jonas auf dem Murtensee in seinem Element.

 

Welchen Vorurteilen und Klischees begegnet man ab und zu?

Dass man zwingend geduldig sein muss fürs Fischen. Viele Leute sagen, sie würden gerne Fischen gehen, aber hätten die Geduld hierfür nicht. Meine Brüder und ich sind auch nicht gerade die geduldigsten Personen. Ebenso ein oft zutreffendes Klischee sind wohl die vielen Fischergeschichten, da die meisten Fischer etwas übertreiben, etwa wenn es um die Grösse der gefangenen Fische geht.

 

Auch wenn etwas Klischee: Ausgeschmückte Fischergeschichten gehören einfach zum Fischen dazu.

 

Bei aller guten Sache: Es gibt sicherlich Skeptiker bezüglich euren plastikfreien Fischködern. Wie geht man damit um, wie kann man diese Personen überzeugen – oder muss man das überhaupt?

Viele sind skeptisch, weil sie denken, dass es solche Köder sicher schon gibt. Doch wir haben uns im Markt gut umgesehen. Es gab manche, die ähnliches vor Jahrzehnten probiert haben, doch das Umweltbewusstsein war damals noch weniger ausgeprägt als jetzt. Ich denke, dass die Nachfrage von umweltbewussten Fischern nach nachhaltigen Alternativen genügend gross ist. Es wäre schön, wenn alle es mal ausprobieren würden – und für die Skeptischen: Sie können uns sehr gerne Feedback geben, damit wir unsere Greenfins noch weiterentwickeln können. Wir sind auf der Suche nach Testfischern.

Und was steht also aktuell bei Capt’n Greenfin auf dem Programm?

Aktuell läuft viel rund um die soeben lancierten Webseite und den Verkaufsstart unserer Produkte. Keiner von uns hat jemals einen Onlineshop betrieben, aber wir lernen schnell dazu. Ebenfalls sind wir daran, mit der Gewa zusammen Arbeitsinseln zu entwickeln, damit wir unsere Köder nicht mehr von Hand machen müssen, sondern diese lokal und sozial produzieren lassen können. Ebenfalls haben wir schon mehrere weitere nachthaltige Fischerköder und Produkte in der Pipeline.

 

Soeben wurde ihre Webseite lanciert: Jonas und Damian präsentieren stolz ihr selber entwickeltes Produkt.

 

Offen die Community um Unterstützung zu fragen – eine Sache, die beim LIA-Förderprogramm ebenso gepflegt wird. Also, here we go: Wo braucht ihr aktuell Unterstützung als Capt’n Greenfin?

Wir brauchen in nächster Zeit offene Ohren von den Medien & von den Fischerverbänden und -Vereinen, um auf die Umwelt-Problematik aufmerksam zu machen: Wir wollen über nachhaltiges Fischen aufklären, da viele Fischer auch etwas machen möchten, aber es schwierig ist, die richtigen Informationen zu finden. Wir würden uns freuen, dass diese Message rausgeht und möglichst viele umweltbewusste Personen von uns erfahren und unser Produkt mal ausprobieren und uns Feedback geben. Nur so können wir uns verbessern. Ansonsten sind wir sehr offen für Inputs & Gespräche übers Material, mit denen man Fischköder machen kann. Auf uns kann man zukommen, wir beissen nicht.

 

Wir wünschen dem Team hinter Capt’n Greenfin weiterhin alles Gute! Und allen anderen: Unbedingt dieses Jahr für LIA bewerben.

 


Bewirb auch du dich mit deiner Idee oder Startup-Projekt beim Lean Innovation Award 2022. Anmeldung offen!
👉👉 Mehr Infos hier: www.leaninnovationaward.ch

Gemeinsam mit der Postfinance hat unsere Innovations-Spezialistin Regula Lenz an den ersten Impact Days nach nachhaltigen Ideen gesucht. Viele Mitarbeitende der PostFinance haben sich während zwei Tagen in einem Design Sprint bewiesen und spannende Ideen entwickelt.

 

Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sich den Herausforderungen der Impact Days 2022.

 

Dienstagnachmittag: Ayman, Jasmin und Derya gehen mit ihren PostFinance-Kolleg:innen an den Impact Days an den Start. Im Alltag sind sie Anlageberater & Stv. Leiter Filiale, Product Owner & IT Business Analystin oder strategische Einkäuferin und haben kaum Schnittstellen miteinander. Nicht so bei den Impact Days: Voller Elan generieren die 20 Teilnehmenden während den nächsten 48 Stunden gemeinsam Ideen, hinterfragen sie, und verwerfen sie wieder

 

Ideen teilen, verwerfen und neue suchen: Die Impact Days 2022.

 

Nachhaltigkeit und nachhaltige Geschäftspraktiken in Unternehmen zu etablieren, ist eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit. Die Firmen stehen vor grossen Fragen: Wo können wir Impact erzeugen und wie messen wir den? Wo genau packen wir an? Diesen Fragen stellt sich die PostFinance proaktiv, auch mithilfe der Impact Days.

 

Wo können wir Impact erzeugen und wie messen wir den? Diese und weitere Fragen stellt sich auch die PostFinance.

 

Regula Lenz vom Impact Hub Bern-Innovationsteam durfte zwei Tage lang als Konzeptions- & Durchführungspartnerin für den Design Sprint durch den Anlass führen. Sprints haben den Vorteil, dass das Wissen und die Erfahrung der Mitarbeitenden direkt einfliesst und die Innovation und der Austausch innerhalb des Unternehmens gefördert wird. 

 

Regula Lenz vom Impact Hub Bern Innovations-Team an den Impact Days 2022.

 

Nach wenigen Stunden kristallisierten sich die Projekte heraus. Die Gruppen stellten sich den Herausforderungen zu Themen wie Food Waste, Recycling, nachhaltige Finanzprodukte, soziales Engagement und Gender Data Gap. Und los gings mit der eigentlichen Arbeit.

 

In Gruppen arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Herausforderungen.

 

Und wie packen die Gruppen das nun alles in einen überzeugenden Pitch? Mit Hilfe des vom Impact Hub entwickelten Impact Canvas nehmen die Projekte & Präsentationen weiter Formen an. Und während die einen noch bis spät werken und die Köpfe förmlich rauchen, gehen die anderen am frühen Abend zum gemütlichen Teil über – so viele tolle Gespräche! 

 

So durfte neben all den Herausforderungen auch der lockere Austausch nicht zu kurz kommen.

 

Am nächsten Morgen Punkt neun liegt Spannung in der Luft: Die Jury, bestehend aus Geschäftsleitungs-Mitgliedern, nimmt Platz. Spot on, auf gehts! Team um Team stellen ihre Ideen vor. Die Geschäftsleitung berät sich, vermittelt den Teams Kontakte und Anknüpfungspunkte, nickt anerkennend. Am Ende sind für jedes Projektteam die nächsten Schritte klar. Denn wichtig ist: Sprints sind erst der Anfang, danach wird sichergestellt, dass es weitergeht. 

 

Dies ist nur der Anfang: Die Geschäftsleitung vermittelt Kontakte und Anknüpfungspunkte für die weiteren Schritte.

 

 

Aber erstmal düreschnuufe: Gemeinsam haben wir eine intensive Zeit gehabt, gelernt, gewachsen. Das muss gefeiert werden! Und was meint Teilnehmerin Jasmin Riechsteiner, IT Business Analystin? «Die CR Impact Days waren eine erfrischende und kreative Abwechslung zum Arbeitsalltag. Ich nehme viele neue Ideen, innovative Arbeitstechniken und ein erweitertes Netzwerk an motivierten Persönlichkeiten, welche sich für eine nachhaltige PostFinance einsetzen, mit in die Zukunft.» Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern weiterhin viel Erfolg beim Austüfteln und Weiterentwickeln eurer Ideen!

 

Impact Days 2022: Eine erfrischende, kreative Abwechslung mit der Chance, innovative Arbeitstechniken zu erlernen.

 

Das Innovationsteam des Impact Hub Bern unterstützt Unternehmen und Organisationen bei ihren Herausforderungen. Diese drehen sich oft um Produktentwicklungen, kulturellen Wandel oder Agilität. Im 2021 durften wir rund 55 Workshops und Interventionen gestalten. An dieser Stelle werden wir immer wieder Projekte ins Licht rücken. Möchtest du bei einem Kafi deine Challenge besprechen? Regula empfängt dich gerne hier.

 

Das neue Programm Girls Getting Started vom Impact Hub Bern will junge Frauen ermutigen und ihr unternehmerisches Denken fördern. Durch den Austausch mit Unternehmerinnen sollen sie weiter ermutigt und inspiriert werden.

 

Hast du gewusst, dass laut dem Female Founders Monitor Unternehmen, die von Frauen gegründet werden, durchschnittlich stabiler sind und länger überleben? Und dass fast die Hälfte der Gründerinnen gesellschaftliche und soziale Probleme lösen wollen?

Doch junge Frauen trauen sich deutlich seltener als ihre männlichen Kollegen ein Unternehmen zu gründen und unterschätzen ihre eigenen Fähigkeiten oft. Das wollen wir ändern! Darum haben wir vom Impact Hub Bern mit Girls Getting Started ein Programm speziell für junge Frauen entwickelt. Es ist kostenlos und richtet sich an Lernende, Gymnasiastinnen, Young Talents und Studentinnen aus dem Raum Bern.

 

 

Frederike Asael, Managing Partner Impact Hub Bern und im oberen Bild als Zweite von links zu finden, hat das Programm zusammen mit einem jungen Team aufgebaut. «Wir sind ein hochmotiviertes, interdisziplinäres Team von Unternehmerinnen und Projektmitarbeiterinnen zwischen 21 und 36 Jahren. Gemeinsam haben wir mit Girls Getting Started das Programm kreiert, das wir uns als junge Frauen gewünscht hätten.»

 

Erfolgreich gestartet

Der erste Event im Hub mit der jungen Speakerin Jovana Beslac war ein voller Erfolg. Sie hat als 25-Jährige die erste glutenfreie Bäckerei der Schweiz eröffnet. Damit ist sie eine echte Mutmacherin. Als Naschkatze war die Diagnose Zöliakie für sie ein harter Schlag. Doch Jovi hat sich nicht unterkriegen lassen und kurzerhand ihre eigene glutenfreie Bäckerei gegründet. Inspiriert wurde sie von glutenfreien Backstuben, die sie auf ihren Reisen entdeckt hat.

 

 

Wie wichtig solche Mutmacherinnen sind, zeigt die Rückmeldung unserer Teilnehmerin Patricia Bürgi: «Vorbilder zu sehen hilft mir, meine eigenen Ängste zu überwinden. Die Unternehmerinnen, die ich bei Girls Getting Started treffen kann, sind so divers. Die verschiedenen Wege kennen zu lernen, inspiriert mich sehr.»

 

Patricia, Teilnehmerin des ersten Girls Getting Started Open Days 2021.

 

Auch für Teilnehmerin Carole Kobel gibt es einiges mitzunehmen vom ersten Open Day: «Der Impact Hub ist ein inspirierender Begegnungsort für ganz viele Menschen – und hat mich selbst für das Thema Unternehmertum sensibilisiert. Toll, dass es Girls Getting Started gibt.»

 

Carole, ebenfalls Teilnehmerin der ersten Ausgabe des Girls Getting Started Events.

 

Und für Annik Reber ist es die offene und einladende Stimmung, die es neben den Themen ausmacht: «Im Hub sind auch junge Frauen sehr willkommen. Der perfekte Ort, um auf neue Ideen zu kommen oder seine Ideen challengen zu lassen. Ich selbst hab mich grad für alle Events von Girls Getting Started angemeldet.»

 

Annik, Teilnehmerin der ersten und wohl auch der nächsten Ausgaben von Girls Getting Started 2021.

 

Damit das neue Programm Girls Getting Started (GGS) überhaupt dieses Jahr erstmals stattfinden kann, ist GGS auf die Unterstützung von etablierten und engagierten Partnern angewiesen. Etwa auf den Support von der Kanzlei Kellerhals-Carrard durch Michèle Remund, die als Unternehmertums-Förderin von Girls Getting Started überzeugt ist: «Mit Girls Getting Started bietet der Impact Hub Jungunternehmerinnen eine tolle Plattform, um ihre unternehmerischen Fähigkeiten zu stärken, von den Erfahrungen anderer Unternehmer:innen zu lernen und hilfreiche Kontakte zu knüpfen. Dies schafft beste Grundlagen für viele spannende und innovative Projekte.» Neben Kellerhals-Carrard wird das Program aktuell ebenso von der Arcas Foundation, Standortförderung Kanton Bern, be-advanced, SKO Bern, Embassy of the United States in Bern, Legato Vermögensmanagement AG und Raiffeisen Forum unterstützt. An dieser Stelle ein grosses Merci fürs Ermöglichen des Programms!

 

 

 

Girls Getting Started: Ein Impact Hub Bern-Programm

Das Team vom Impact Hub Bern hat dieses Programm entwickelt – wir sind voller Vorfreude, dich nun an unseren Anlässen kennen zu lernen und dich in die Welt von Unternehmerinnen einzuführen. Im Impact Hub begegnen wir uns mit Neugierde, Offenheit und stets auf Augenhöhe. Wir tragen dazu bei, dass junge Frauen ihr volles Potential entfalten. Wir gestalten Gegenwart und Zukunft – wertebasiert, innovativ und kollaborativ.

 

 

Nächster Open Day: Am 23. Juni 2021

Am zweiten Event erwartet dich unsere inspirierende Speakerin Sophie Achermann. Kaum 25 Jahre jung hat Sophie die Leitung des 120 Jahre alten Verbandes Alliance F übernommen. Damals war sie bereits seit drei Jahren Mutter. Wie sie mit der Herausforderung der Familien-/Lebensplanung in Kombination mit der Geschäftsleitung umgeht und was sie dabei alles gelernt hat, erfahren wir am 23. Juni 2021 am zweiten Open Day. Wir freuen uns!

 

 

 

Mehr Infos & Anmeldung für den zweiten Open Day hier.

 

Kontakt Michelle Baumann und Frederike Asael

Website: girlsgettingstarted.ch | E-Mail: [email protected]  | Instagram: @girlsgettingstarted

 

Wir sind noch nicht durch mit der Pandemie im 2021 und haben Respekt vor den kommenden Monaten. Doch ebenso sind wir hoch motiviert und fest entschlossen, für all jene da zu sein, denen derzeit die Decke auf den Kopf fällt und die ein Bedürfnis nach Austausch, Vernetzung und Inspiration haben. Was heisst das genau? Kurz: Schutzkonzept, Online Hub und Impact Hub Bern.
 
Hier die Übersicht
🔸 Wir verlängern unsere Schutzmassnahmen und das Konzept vom Safe Space. Der Hub bleibt weiterhin nur für Members offen, für die Öffentlichkeit geschlossen.
🔸 Wir behalten unseren Hosting-Service und die hohen Hygiene-Standards bei – zusätzlich gilt Maskenpflicht ab einer Person pro Raum.
🔸 Raumbuchungen für Members und Externe sind weiterhin möglich bis fünf Personen (natürlich mit Maskenpflicht).
🔸 Wir führen unseren Online-Hub wieder ein: Für fachlichen und sozialem Austausch, Inspiration und Spass. Wie wir fit bleiben, Gemeinschaft leben und uns weiterbilden – mehr von Kitchen Quarantine, Thirsty Thursday zu Covid-Calls, in Kürze auf unserer Webseite.
🔸 Wir sind weiterhin der Ort für unternehmerisch denkende MacherInnen in Bern.

 


Mehr Infos zum aktuellen Online-Angebot findest du ab Montag, 18. Januar 2021 hier: bern.impacthub.net/events

Die Hubonauten sind ein Hauptbestandteil des Teams im Impact Hub Bern, sie leisten Freiwilligenarbeit und ermöglichen den laufenden Betrieb. Doch darüber hinaus noch viel mehr: Sie bereichern mit ihren diversen Persönlichkeiten, mit immer wieder überraschenden Hintergrundgeschichten und ihren individuellen Skills die Community im Hub.

In einer aktuellen Blogpost-Serie stellen sich die aktuellen Hubonauten vor, den Anfang macht Richard Bousfield. Der Engländer kam anfangs Jahr in die Schweiz. Hier seine Geschichte, seine Erzählung:

Am 26. Februar dieses Jahres stieg ich in mein Auto und verließ England. Die Monate vor dem Umzug in die Schweiz waren schwer und von häufigen Unsicherheiten und Diskussionen geprägt. Jeder Schritt vorwärts verstärkte die Bedeutung der Entscheidung – meinen Job sowie meine Wohnung zu kündigen, volle Kisten zum lokalen Second-Hand-Laden zu bringen und schließlich die Route durch Frankreich zu planen. Die Spannung, die den Jahresanfang geprägt hatte, wurde bald durch die Erleichterung ersetzt, es endlich geschafft zu haben – ein wundervolles neues Land zu erkunden und die surreale Gelegenheit, meine eigene Geschichte zu schreiben.

Nur drei Wochen später, während sich das Coronavirus auf der ganzen Welt ausbreitete, hielt alles still und viele Türen haben sich geschlossen. Nach vier aufregenden Arbeitstagen Anfang März bei Impact Hub Bern musste ich plötzlich für eine unbestimmte Zeit zu Hause bleiben, nachdem ich ein Leben verlassen, aber noch nicht wirklich die Möglichkeit hatte, ein Neues zu beginnen.

Die Erfahrungen in diesen ungefähr zehn Wochen haben sich sicherlich positiv auf mich ausgewirkt. Während viele in Europa in ihren Häusern eingesperrt waren, durfte ich die Schweizer Berge entdecken. Während viele völlig isoliert waren, war ich von einer unterstützenden Familie umgeben. Ich hatte viel Zeit, mein Deutsch zu verbessern und Artikel zu schreiben. Dies hat mir Türen geöffnet – Türen, die während eines routinemäßigen Lebens geschlossen geblieben wären. Obwohl das Virus weiterhin überall anwesend und spürbar ist – egal ob ich in die Stadt gehe, in einem Restaurantgarten sitze oder Leute treffe – jeder Moment fühlt sich wie ein Segen an, anstatt wie etwas Alltägliches. Dieses Gefühl will ich nicht verlieren.

Wenn man längere Zeit zu Hause ist, besteht das Risiko, die Perspektive schnell aus den Augen zu verlieren. In den letzten Wochen habe ich die Gelegenheit gehabt, mit so vielen anderen Menschen zu sprechen, die sich auch mit der jetzigen Wirtschaftssituation auseinandersetzen müssen. Es war und bleibt mir enorm wichtig, Momente zu haben, in denen ich realisiere, dass Rückschläge in meinem Leben manchmal nur eine Spiegelung einer seltsamen und schwierigen Welt sind. Jeden Tag im Hub gewinnt jemand wieder an Boden und an Motivation.

Ein Hubonaut zu sein bedeutet, auf diese Motivation zurückgreifen und sie auch wieder zurückgeben zu können, wenn jemanden sie benötigt.

 


Mehr Infos zum Hubonauten-Angebot findest du hier: bern.impacthub.net/hubonauts

Das Startup Neustark möchte eine zirkuläre und klimaneutrale Betonproduktion ermöglichen. Wie? Durch die Umwandlung von CO2 in Mineralien. Beton ist das am häufigsten verwendete künstliche Material weltweit, verursacht CO2-Emissionen sowie viel Abfall beim Betonabbruch. Neustark entwickelt eine Technologie- und Wertschöpfungskette, die die CO2-Emissionen aus der Betonherstellung wieder aus der Atmosphäre auffängt und dem Beton am Ende seiner Lebensdauer dauerhaft wieder zuführt.

Über diese Serie Von über 100 Bewerbungen haben 27 Startups das diesjährige Förderprogramm Circular Economy Incubator 2020 absolviert. Wir stellen euch die Berner Unternehmerinnen und Unternehmer vor. Gemeinsam in Richtung Kreislaufwirtschaft zu gehen, das ist unser Ziel. Hierfür braucht es viele motivierte Beteiligte, die anpacken möchten und kreative Ideen umsetzen wollen.

Impact Hub Bern: Stellt euch doch kurz einmal vor.

Valentin Gutknecht: Ich bin Mitbegründer und CEO von Neustark, habe einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund mit Berufserfahrung in Marketing & Sales. Mit mir im Team sind Mitgründer Johannes Tiefenthaler, der einen verfahrenstechnischen Hintergrund hat und zur Zeit an der ETH Zürich promoviert, sowie unsere ersten Mitarbeiter Marcel Eckstein und Roman Vatter, die für uns in den Bereichen Engineering und Finance tätig und beide mit mehrjähriger Industrieerfahrung ausgerüstet sind.

Wie seid ihr auf eure Startup-Idee gekommen?

Da ich mir der Notwendigkeit negativer Emissionen bewusst war, untersuchte ich mögliche Anwendungen für CO2, die das Gas sowohl aufwerten als auch dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen. Was bei Beton der Fall ist. Nachdem ich meinen Mitbegründer kennen lernte, der sich auf technischer Seite mit genau diesem Thema beschäftigte, haben wir unsere Startup-Idee mehrere Jahre lang verfeinert, bevor wir schließlich im letzten Jahr das Unternehmen gründeten.

Was macht euer Startup und eure Idee zirkulär, also Teil einer Kreislaufwirtschaft?

Weltweit ist Abbruchbeton der am häufigsten anfallende Abfallstrom. Wir regenerieren diesen in seine Rohstoffe Kalkstein und Kies.

Was möchtet ihr im Jahr 2020 noch alles erreichen?

Das Ziel ist es, die Inbetriebnahme unserer kommerziellen Pilotanlage beim Betonwerk Kästli in Rubigen feiern zu können.

Was ist eure langfristige Vision für Neustark?

Einerseits wollen wir mithelfen, eine Netto-Null-Emission-Zukunft durch die Speicherung von jährlich einer Milliarde Tonnen CO2 auf der ganzen Welt zu ermöglichen. Anderseits wollen wir mit Neustark eine Plattform schaffen, dank welcher unsere Kunden, Investoren und Mitarbeiter ihre jeweiligen Ziele erreichen und Potentiale entfalten können.

Valentin Gutknecht, nicht im Bild: Johannes Tiefenthaler, Marcel Eckstein, Roman Vatter.


Mehr Infos unter Neustark.com
Event Die sieben Berner Startups präsentieren sich mit den weiteren nationalen Incubator-TeilnehmerInnen am Montag, 18. Mai 2020 am Event Circular Economy presents: Virtual Demo Day. Teilnahme kostenlos, Anmeldung hier.

Das Startup ResiLi AG verwirklicht einen neuen Ressourcen-Standard in der Lebensmittelindustrie. Da heutzutage das gesamte Abwasser aus der Lebensmittelindustrie nach einmaligem Verbrauch in die Kläranlage geleitet wird, dabei Energie und Nebenprodukte verloren gehen, möchte ResiLi 66% des Abwassers vorher gereinigt wieder in den Produktionsprozess zurückführen. ResiLi kann in der Schweizer Lebensmittelindustrie unter anderem Einsparungen von bis zu 6136 Tonnen CO2 und 1,5 Milliarden Liter Wasser erzielen.

Über diese Serie Von über 100 Bewerbungen haben 27 Startups das diesjährige Förderprogramm Circular Economy Incubator 2020 absolviert. Wir stellen euch die Berner Unternehmerinnen und Unternehmer vor. Gemeinsam in Richtung Kreislaufwirtschaft zu gehen, das ist unser Ziel. Hierfür braucht es viele motivierte Beteiligte, die anpacken möchten und kreative Ideen umsetzen wollen.

Impact Hub Bern: Stellt euch doch kurz einmal vor.

Roland Oberson: Das Team besteht aus Marius Stadler, Smart Solutions Manager; Martin Studer, Networker und Freelancer und mir, Roland Oberson, Gründer und CEO.

Wie seid ihr auf eure Startup-Idee gekommen?

Da ich in der Lebensmittelindustrie als Energieingenieur tätig bin, entdeckte ich dabei erfreulicherweise diese Lösung.

Was macht euer Startup und eure Idee zirkulär, also Teil einer Kreislaufwirtschaft?

Es sind viele Einsparungen möglich, nur durch die Rückführung von gereinigtem Abwasser direkt zurück ins jeweilige Unternehmen. Die somit zirkuläre Nutzung von Ressourcen für die Produktion in der Lebensmittelindustrie und die Rückgewinnung von Wertstoffen aus dem Abwasser ist unser Beitrag als zirkuläres Startup.

Was möchtet ihr im Jahr 2020 noch alles erreichen?

Wir zielen darauf, den Markteintritt mit einer Forschungspilotanlage und einem industriellen, mobilen Funktionsmodell zu schaffen.

Was ist eure langfristige Vision für ResiLi?

Langfristig möchten wir einen neuen Ressourcenstandard in der Lebensmittelindustrie setzen.

 

Roland Oberson und Marius Stadler, nicht im Bild: Martin Studer.


Mehr Infos unter www.resili.ch
Event Die sieben Berner Startups präsentieren sich mit den weiteren nationalen Incubator-TeilnehmerInnen am Montag, 18. Mai 2020 am Event Circular Economy presents: Virtual Demo Day. Teilnahme kostenlos, Anmeldung hier.

Das Startup ecco.eco ist der erste Online-Marktplatz der Schweiz für alles, was upcycelt ist. Da die Veränderung des Konsumentenverhaltens eine langfristige Aufgabe ist, reicht eine «grüne» Marke, wie viele Unternehmen sie tragen, für ecco.eco nicht aus. Das Startup bietet eine Plattform mit dem Ziel an, Schweizer Unternehmen aus der Kreislaufwirtschaft mit potenziellen Konsumenten über geografische und sprachliche Regionen der Schweiz hinweg zu verbinden.

Über diese Serie Von über 100 Bewerbungen haben 27 Startups das diesjährige Förderprogramm Circular Economy Incubator 2020 absolviert. Wir stellen euch die Berner Unternehmerinnen und Unternehmer vor. Gemeinsam in Richtung Kreislaufwirtschaft zu gehen, das ist unser Ziel. Hierfür braucht es viele motivierte Beteiligte, die anpacken möchten und kreative Ideen umsetzen wollen.

Impact Hub Bern: Stellt euch doch kurz einmal vor.

Lan Le Diem Tran: ecco.eco besteht aus den Mitgründerinnen Justine Fontana, Wirtschaftsentwicklerin; Danielle Burkhard, Website und Social Media Management und mir, Lan Tran, Mitgründerin und Strategie-Entwicklerin von ecco.eco.

Justine Fontana: Wir sind alle im Alter zwischen 25 und 35 Jahren, aus verschiedenen Regionen der Schweiz, sprechen verschiedene Sprachen (FR, DE, ENG, VIE, IT) und absolvieren alle drei den gleichen Master of Sciences in Business Administration mit dem Schwerpunkt Entrepreneurship an der HSW in Fribourg.

Wie seid ihr auf eure Startup-Idee gekommen?

Justine: In der Hochschule gibt es ein Coaching-Programm für UnternehmerInnen. Dabei hat man 18 Monate Zeit, um ein Projekt zu entwerfen, es zu entwickeln, auf den Markt zu bringen und wachsen zu lassen.

Lan Tran: So haben wir als derzeitige Master-Studentinnen die Möglichkeit erhalten, unser eigenes Startup-Unternehmen zu gründen. Ende Sommer 2019 entstand die Idee einer Schweizer Plattform für zirkuläre bzw. Upcycled-Produkte.

Was macht euer Startup und eure Idee zirkulär, also Teil einer Kreislaufwirtschaft?

Lan: Wir wollen andere Schlüsselakteure der Kreislaufwirtschaft wieder zusammenführen, nämlich Klein- und Kleinstunternehmen sowie Künstler und Kunsthandwerker, die Materialien recyceln, um ihre eigenen Produkte und Werke zu schaffen.

Justine: Unser digitaler Marktplatz trägt einen Teil dazu bei, dass Upcycled-Produkte unterstützt und gefördert werden können. Dank unserer Gemeinschaft und Plattform wollen wir den Massenkonsum reduzieren, die Verbraucher sensibilisieren und den Verkäufern die Möglichkeit geben, ihre Kreation dank unseres Netzwerks einer potentiellen Kundschaft zeigen zu können. Wir glauben, dass bereits jetzt viel mehr verwendete Produkte in neue Produkte umgewandelt werden können.

Was möchtet ihr im Jahr 2020 noch alles erreichen?

Justine: Unsere Plattform mit Produkten der VerkäuferInnen zu lancieren und eine erste Kundschaft begrüssen zu dürfen. Wir haben bereits eine kleine Gemeinschaft, die sich untereinander austauscht.

Lan: Ebenso die ersten Transaktionen auf der Plattform zu haben und unser Minimum Viable Product (MVP) zu lancieren, was eine Feedback-Schleife ermöglichen soll, die uns hilft wird, die Plattform kontinuierlich zu verbessern.

Was ist eure langfristige Vision für ecco.eco?

Lan: Die Erschaffung einer Online- und Offline-Gemeinschaft, die sich auf Upcycling konzentriert – sei es durch den Kauf und Verkauf von hochwertigen Upcycling-Produkten, Heimwerker-Workshops oder andere Veranstaltungen.

Justine: Und zu einem starken, authentischen und renommierten digitalen Upcycling-Marktplatz zu werden.

Danielle Burkhard, Lan Le Diem Tran und Justine Fontana. Foto-Credits: Charly Rappo.


Mehr Infos unter www.ecco.eco

Event Die sieben Berner Startups präsentieren sich mit den weiteren nationalen Incubator-TeilnehmerInnen am Montag, 18. Mai 2020 am Event Circular Economy presents: Virtual Demo Day. Teilnahme kostenlos, Anmeldung hier.

Das Startup Help’n’Trade ist eine digitale Plattform, die den Austausch von Waren und Dienstleistungen vor Ort erleichtert. So können Produkte für Waren, Dienstleistungen oder Geld umgetauscht und so auch Menschen mit akutem Bedarf unterstützt werden können. Dabei kann ebenso die Nachhaltigkeit der getauschten Waren erhöht und gleichzeitig die lokale Gemeinschaft gestärkt werden. Das Geben steht im Vordergrund, ebenso die Verringerung des CO2-Fussabdrucks.

Über diese Serie Von über 100 Bewerbungen haben 27 Startups das diesjährige Förderprogramm Circular Economy Incubator 2020 absolviert. Wir stellen euch die Berner Unternehmerinnen und Unternehmer vor. Gemeinsam in Richtung Kreislaufwirtschaft zu gehen, das ist unser Ziel. Hierfür braucht es viele motivierte Beteiligte, die anpacken möchten und kreative Ideen umsetzen wollen.

Impact Hub Bern: Stellt euch doch kurz einmal vor.

Stefan Kuruc: Wir sind: Andrew, Front End, mit zehn Jahren Erfahrungen in Front-End Design; Thomas Jedelhauser, CMO, mit sieben Jahren Erfahrungen in Marketing; Frederico, Back End, mit fünf Jahren Erfahrung in Back End und Cloud Solutions; Roland Sagan, CSO mit über 10 Jahren in Sales, Audrey Bisch, COO mit über 7 Jahren Erfahrung in Operations und mir, Stefan Kuruc, Gründer und CEO, mit fünf Jahren Erfahrung in IT Consulting.

Wie seid ihr auf eure Startup-Idee gekommen?

Jeder von uns im Team hat eine Geschichte zu erzählen, die in etwa gleich endet: “Ich brauche Hilfe und bin bereit, etwas dafür zu tauschen.” Wir haben zunächst mit dem lokalen Austausch von Waren und Dienstleistungen begonnen. Schnell haben wir bemerkt, dass wir alleine nicht viel bewirken können. Wir entschieden uns, unsere Plattform für weitere Unternehmer und Gründer zu öffnen, damit wir alle von unserem Engagement, Zielen und Ökosystem profitieren können.

Was macht euer Startup und eure Idee zirkulär, also Teil einer Kreislaufwirtschaft?

Wir ermöglichen allen – Menschen und Unternehmen – an der lokalen Kreislaufwirtschaft teilzunehmen. Ob es nun primär um Wiederverwendung, Umdenken oder  Renovierung geht, im Mittelpunkt der einfache Austausch von Fähigkeiten, Waren und Dienstleistungen steht – wir bauen die Plattform, um diese Veränderungen vor Ort zu ermöglichen.

Was möchtet ihr im Jahr 2020 noch alles erreichen?

2020 wollen wir einen Investor finden, um in verschiedenen Städten der Schweiz zu starten.

Was ist eure langfristige Vision für Help’n’Trade?

Wir ermöglichen Unternehmertum – weil unsere Plattform möglichst allen dient, damit möglichst viele etwas bewirken können.

Thomas Jedelhauser und Stefan Kuruc, nicht im Bild: Andrew und der Team-Freelancer.


Mehr Infos unter www.helpandtrade.com

Das Startup co-kitchen von Kremena Diatchka möchte Ruhe, Klarheit und Kraft in das alltägliche Kochen bringen und dabei die überwältigende Menge an Informationen rund um nachhaltige Lebensmittel in einfache, einem breiten Publikum zugängliche Richtlinien zu destillieren. Die Erdung der heimischen Küche als integraler Bestandteil des Nahrungsmittelkreislaufs ist eines der Hautpziele des Startups co-Kitchen.

Über diese Serie Von über 100 Bewerbungen haben 27 Startups das diesjährige Förderprogramm Circular Economy Incubator 2020 absolviert. Wir stellen euch die Berner Unternehmerinnen und Unternehmer vor. Gemeinsam in Richtung Kreislaufwirtschaft zu gehen, das ist unser Ziel. Hierfür braucht es viele motivierte Beteiligte, die anpacken möchten und kreative Ideen umsetzen wollen.

Impact Hub Bern: Stell dich doch kurz einmal vor.

Kremena Diatchka: Meine Name ist Kremena, ich bin die Gründerin der Community-Plattform co-kitchen.

Wie bist du auf deine Startup-Idee gekommen?

Durch den Übergang zu einer veganen Ernährung vor vielen Jahren, fand ich einen Zugang in die weite Welt der Lebensmittel. Das hat mich dazu inspiriert, mir viele schwierige Fragen über dieses grundlegende Thema zu stellen, etwa wie wir uns und unsere Lieben täglich ernähren. Nachdem ich in die professionelle Gastronomie eingetaucht bin und eine Menge schmackhaftes Essen für viele Menschen produziert hatte, wurde mir klar, dass der nächste Schritt darin bestehen würde, die Menschen zu unterstützen und zu befähigen, jeden Tag in ihren Küchen selbst auf diese Weise zu kochen.

Was macht dein Startup und deine Idee zirkulär, also Teil einer Kreislaufwirtschaft?

Mit co-kitchen möchte ich die Verwendung lokaler, pflanzlicher Zutaten mit kürzeren Nahrungsketten und die Verringerung der Lebensmittelabfälle im Haushalt so mitfördern.

Was möchtet ihr im Jahr 2020 noch alles erreichen?

Ein Minimum Viable Product (MVP) ausarbeiten, um co-kitchen zum fliegen zu bringen.

Was ist deine langfristige Vision für co-kitchen?

Eine Welt, in der wir kontinuierlich eine enge und direkte Beziehung zu dem pflegen, was uns trägt.

 

co-kitchen-Gründerin Kremena Diatchka


Mehr Infos unter co-kitchen.ch

Event Die sieben Berner Startups präsentieren sich mit den weiteren nationalen Incubator-TeilnehmerInnen am Montag, 18. Mai 2020 am Event Circular Economy presents: Virtual Demo Day. Teilnahme kostenlos, Anmeldung hier.