#7 – Die Teilnehmer des Circular Economy Incubators 2020: Valentin Gutknecht von Neustark
18 Mai 2020 - Pablo Sulzer

Das Startup Neustark möchte eine zirkuläre und klimaneutrale Betonproduktion ermöglichen. Wie? Durch die Umwandlung von CO2 in Mineralien. Beton ist das am häufigsten verwendete künstliche Material weltweit, verursacht CO2-Emissionen sowie viel Abfall beim Betonabbruch. Neustark entwickelt eine Technologie- und Wertschöpfungskette, die die CO2-Emissionen aus der Betonherstellung wieder aus der Atmosphäre auffängt und dem Beton am Ende seiner Lebensdauer dauerhaft wieder zuführt.

Über diese Serie Von über 100 Bewerbungen haben 27 Startups das diesjährige Förderprogramm Circular Economy Incubator 2020 absolviert. Wir stellen euch die Berner Unternehmerinnen und Unternehmer vor. Gemeinsam in Richtung Kreislaufwirtschaft zu gehen, das ist unser Ziel. Hierfür braucht es viele motivierte Beteiligte, die anpacken möchten und kreative Ideen umsetzen wollen.

Impact Hub Bern: Stellt euch doch kurz einmal vor.

Valentin Gutknecht: Ich bin Mitbegründer und CEO von Neustark, habe einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund mit Berufserfahrung in Marketing & Sales. Mit mir im Team sind Mitgründer Johannes Tiefenthaler, der einen verfahrenstechnischen Hintergrund hat und zur Zeit an der ETH Zürich promoviert, sowie unsere ersten Mitarbeiter Marcel Eckstein und Roman Vatter, die für uns in den Bereichen Engineering und Finance tätig und beide mit mehrjähriger Industrieerfahrung ausgerüstet sind.

Wie seid ihr auf eure Startup-Idee gekommen?

Da ich mir der Notwendigkeit negativer Emissionen bewusst war, untersuchte ich mögliche Anwendungen für CO2, die das Gas sowohl aufwerten als auch dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen. Was bei Beton der Fall ist. Nachdem ich meinen Mitbegründer kennen lernte, der sich auf technischer Seite mit genau diesem Thema beschäftigte, haben wir unsere Startup-Idee mehrere Jahre lang verfeinert, bevor wir schließlich im letzten Jahr das Unternehmen gründeten.

Was macht euer Startup und eure Idee zirkulär, also Teil einer Kreislaufwirtschaft?

Weltweit ist Abbruchbeton der am häufigsten anfallende Abfallstrom. Wir regenerieren diesen in seine Rohstoffe Kalkstein und Kies.

Was möchtet ihr im Jahr 2020 noch alles erreichen?

Das Ziel ist es, die Inbetriebnahme unserer kommerziellen Pilotanlage beim Betonwerk Kästli in Rubigen feiern zu können.

Was ist eure langfristige Vision für Neustark?

Einerseits wollen wir mithelfen, eine Netto-Null-Emission-Zukunft durch die Speicherung von jährlich einer Milliarde Tonnen CO2 auf der ganzen Welt zu ermöglichen. Anderseits wollen wir mit Neustark eine Plattform schaffen, dank welcher unsere Kunden, Investoren und Mitarbeiter ihre jeweiligen Ziele erreichen und Potentiale entfalten können.

Valentin Gutknecht, nicht im Bild: Johannes Tiefenthaler, Marcel Eckstein, Roman Vatter.


Mehr Infos unter Neustark.com
Event Die sieben Berner Startups präsentieren sich mit den weiteren nationalen Incubator-TeilnehmerInnen am Montag, 18. Mai 2020 am Event Circular Economy presents: Virtual Demo Day. Teilnahme kostenlos, Anmeldung hier.