Unsere «Home Story»: Wie mit MovingWalls der Style in den Impact Hub Bern kam #2
10 January 2017 - Miriam Gantert

Im Mai 2016 unterschrieben wir den Mietvertrag für den ehemaligen Krompholz. Schon damals fragten wir uns, ob wir völlig dem Grössenwahn erlegen waren und wie zum Teufel wir mit unserem winzigen Budget den grossartigen Ort unserer Vorstellung erschaffen konnten.

Ein paar Monate später kann ich euch die Antwort sagen: Dank viel Good Will von anderen! Den Helfern auf der Baustelle, wie auch unseren genialen Partnern bei der Einrichtung. Sie ticken wie wir, sind mit Herzblut bei ihrer Sache und jeder hat seine eigene Story:

 

#2: Wieso wir dem WEF die MovingWalls verdanken

suw-bern-2016-41

MovingWalls kannten wir aus den Impact Hubs in Zürich und Genf und wussten: das wollen wir auch! Das Konzept ist absolut genial und passt perfekt zu uns: Auf den grossen, magnetischen Flächen ist genug Platz um sich beim gemeinsamen Ideenentwickeln auszutoben. Die Elemente können zu durchgehenden Wänden zusammengeschoben werden und sind durch die Rollen super mobil – ideal um Coworking-Space oder Workshop-Räume laufend neu zu gestalten. Noch dazu sind sie widerstandsfähig und langlebig: Ursprünglich war MovingWalls ein Mietservice, es war also in ihrem Interesse, dass die Wände möglichst lang überlebten. Deshalb testeten sie sich durch über 50 Produkte für die Oberflächenbeschichtung, bis sie auf IdeaPaint stiessen (die Farbe, die auch unsere Wand im ThinkTank beschreibbar macht).

 

Doch das ist nur ein kleiner Teil der Geschichte hinter den MovingWalls – diese haben mir Marcel und Sarah erzählt:

suw-bern-2016-36

Marcels Bruder Patrick hatte den Auftrag, die Arbeitsumgebung beim WEF in Davos so zu verändern, dass bei den Panel Diskussionen endlich wirklicher Austausch stattfand. Die Grundlagen dafür fand er bei MG Taylor: grosse, beschreibbare und bewegliche Flächen, die die visuelle Darstellung komplexer Probleme ermöglichten. Also wurden zum nächsten WEF zwei Container mit je 40 Tonnen Material und drei Jungs aus Kentucky nach Davos geliefert. Die drei Jungs – zum ersten Mal aus Kentucky heraus – hatten ziemliche Schwierigkeiten sich mit den Davoser Schreinern und Zimmermännern zu verständigen. Marcel wurde als «Kommunikationshilfe» aufgeboten.

 

Es war ein riesen Erfolg und so wurden die Konstrukte im Auftrag des WEF an suw-bern-2016-29den verschiedensten Orten der Welt aufgebaut. Bald wurde der Wunsch nach einer einfacheren Lösung laut. Zusammen mit Jörg Boner als Produkt Designer entwickelten sie die MovingWalls. Während acht Jahren entwickelten sie ihr Produkt iterativ weiter, bis sie zum Mal eine industrielle Version produzierten.

 

Die neuste Version ist erst seit wenigen Monaten auf dem Markt und schon im ersten Monat wurden 200 Stück verkauft. In unserer digitalen Welt braucht es dringend analoge Lösungen für «Collaboration», findet Marcel. Und die MovingWalls funktionieren wie zwei überdimensionierte, weisse Blatt Papier: ein Interface, das bei der Nutzung verschwindet. Und das man niemanden erklären muss.

 

Alle Bilder vom Startup Weekend Bern 2016 im Impact Hub